Menschen nutzen oft unwissentlich eine Körpersprache, die von Hunden missverstanden werden kann, was zu Verwirrung oder sogar Angst führt. Hier sind einige der häufigsten Fehler:

  • Direktes Anstarren: Während direkter Augenkontakt bei Menschen ein Zeichen von Aufmerksamkeit und Respekt ist, kann er von Hunden als Herausforderung oder Bedrohung wahrgenommen werden. Ein Hund könnte darauf reagieren, indem er wegschaut (ein Zeichen der Beschwichtigung), Stresssignale zeigt (Lippenlecken, Gähnen) oder sogar defensiv wird.
  • Frontales Annähern: Direkt auf einen Hund zuzugehen, besonders auf einen, den Sie nicht kennen, kann als konfrontativ angesehen werden. In der Hundewelt ist ein direkter Ansatz oft Bedrohungen oder Herausforderungen vorbehalten. Eine bessere Vorgehensweise ist es, in einem leichten Bogen zu gehen, damit der Hund den Kontakt aufnehmen kann, wenn er sich wohlfühlt.
  • Sich über einen Hund beugen: Sich über einen Hund zu beugen, besonders von oben, kann einschüchternd wirken. Diese Haltung kann einem Hund das Gefühl geben, gefangen oder bedroht zu sein, besonders wenn er kleiner oder bereits nervös ist. Es ist oft besser, sich auf seine Höhe zu hocken, damit er sich Ihnen nähern kann.
  • Streicheln des Hundekopfes: Der erste Instinkt vieler Menschen ist es, nach einem Hund zu greifen und ihn am Kopf zu streicheln. Für viele Hunde kann dies jedoch eine unangenehme oder sogar beängstigende Erfahrung sein. Es kann sich wie eine plötzliche, aufdringliche Geste anfühlen. Die meisten Hunde bevorzugen es, am Brustkorb, an den Schultern oder am Ansatz des Schwanzes gestreichelt zu werden.
  • Umarmungen: Während eine Umarmung für Menschen eine liebevolle Geste ist, kann sie für viele Hunde sehr unangenehm und sogar beängstigend sein. Festgehalten zu werden, kann ihre Bewegung einschränken und ihnen das Gefühl geben, gefangen zu sein. Sie werden oft Stresssignale wie einen steifen Körper, weit geöffnete Augen oder einen eingeklemmten Schwanz sehen, wenn ein Hund umarmt wird.
  • Ignorieren von Beschwichtigungssignalen des Hundes: Hunde verwenden eine Vielzahl subtiler Körpersprache-Signale, bekannt als „Beschwichtigungssignale“, um ihr Unbehagen zu kommunizieren oder eine angespannte Situation zu deeskalieren. Dazu gehören Gähnen, Lippenlecken, Wegschauen, am Boden schnüffeln oder langsames Schwanzwedeln. Menschen übersehen diese Signale oft und setzen eine Interaktion fort, die dem Hund Unbehagen bereitet.
  • Lächeln und Zähne zeigen: Für Menschen ist ein Lächeln eine freundliche Geste. Für einen Hund kann das Zeigen von Zähnen (auch bei einem „Lächeln“) jedoch als Aggression oder Warnung interpretiert werden. Obwohl Hunde lernen können, ein menschliches Lächeln mit positiven Interaktionen zu assoziieren, ist es in ihrer eigenen Kommunikation kein von Natur aus freundliches Signal.

Das Verständnis dieser häufigen Fehltritte kann Ihre Interaktionen mit Hunden erheblich verbessern und Vertrauen sowie eine positivere Beziehung fördern.

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